1. September 2007

Mitsegeln - wie geht das ?


Garnicht schwierig! Natürlich kann ich erstmal nur für die Skrutten-Crew sprechen - interessierte Probe-Mitsegler sind hier willkommen! Und wenn sich die feste Mannschaft auf diese Weise erweitert – umso besser!

Welche Voraussetzungen gibt es, damit jemand mitsegeln kann? Ausgiebige Segelerfahrungen, -ausbildungen oder gar Segelscheine sind nicht erforderlich. Gut ist es natürlich schon, wenn der potentielle Mitsegler ein wenig weiß, auf was er sich da einläßt. Aber gelegentlich machen wir auch aus blutigen Anfängern heißhungrige Segelfreaks! Körperliche Fitness ist wichtig. Zwar veranstalten wir keinen Hochleistungssport auf dem Schiff, aber es kommt vor, daß urplötzlich kräftig angepackt, gezogen, abgehalten, gesprungen werden muß. Na ja, alles machbar für Menschen mit normaler Konstitution.

Wie läuft das ganze ab? In aller Regel segeln wir die Wochenenden von Freitag nachmittag bis Sonntag abend. Tagestouren sind eher selten bei uns. Es sind genügend Schlafplätze an Bord (bis zu 9 haben wir gezählt). Ein Klo ist vorhanden, ansonsten nutzen wir die sanitären Einrichtungen in den Häfen – Ankern ist eher die Ausnahme. Wir verpflegen uns selbst, d.h. wir sprechen vorher ab, wer welchen Teil des Esseneinkaufs übernimmt. Die Kosten dafür teilen wir ebenso wie das Hafengeld und evtl. Tanken und Campinggas. Außerdem bitte ich um eine allgemeine Kostenbeteiligung (für Reparaturen, Sommer- und Winterliegeplatz, Versicherung etc.) in Höhe von 10,- Euro pro Person und Nacht.

Auf was lasse ich mich als Mitsegler ein? Auf das große Abenteuer? Sicher nicht! Obwohl – es ist wirklich toll, wenn es gelingt, auch die kleinen oder ungewöhnlichen Begebenheiten als Abenteuer zu sehen, wie z.B. ein punktgenaues nächtliches Ankermanöver.







Sicherheit wird groß geschrieben! Es sind ausreichend Signalmittel für den Notfall vorhanden, Ein aktuelles Funkgerät und Schwimmwesten, die auch konsequent während des Segelns getragen werden. Es gilt das „Kapitänsprinzip“, d.h. ohne wenn und aber, daß der Skipper letztlich bestimmt, was zu tun ist. Ohne diese Regel gibt es keine ausreichende Sicherheit an Bord. Die Mannschaft kann sich aber sehr weitreichend einbringen – keine Angst!

Was kann aber trotzdem passieren? Die große Flaute ist noch am leichtesten zu meistern (einfach auf Wind warten!). „Schlechtes“ Wetter – gibt es eigentlich nicht. Auf dem Wasser erlebt man solches meist ganz anders als an Land. Außerdem ändert sichs oft und schnell. Nur zuviel Wind hält uns im Hafen. Brüllende Sonne – Sonnenmilch nicht vergessen. Zur Not spannen wir unser Sonnensegel auf.

Gelegentlich soll es vorkommen, daß dem einen oder anderen ein wenig schummrig wird – wir begegnen dem meist mit Diskussionen über die Entstehung von Seekrankheit ... Im Ernst – gegen solches Unbilden gibt es kein Patentrezept. Nur Ausprobieren schafft Gewißheit! Leider gibt es auch mal Touren, auf denen die Technik versagt und Hafentage für die Reparatur eingelegt werden müssen. Ein „Rundumsorglospaket“ können wir nicht anbieten. Da hilft nur Geduld und Verständnis.

Welche Perspektiven bietet das Mitsegeln auf der „Skrutten“? Nun, wenn den Gästen diese Art zu segeln gefällt, und die „Chemie“ stimmt, kann aus dem Gast ein Mannschaftsmitglied werden. Voraussetzung ist dann die Beteiligung an den anfallenden Arbeiten zur Erhaltung des Schiffes. Wir sind bereit, alles Wissen über das Segeln weiterzugeben und nach 2 oder 3 Jahren und der bestandenen Sportbootführerscheinprüfung kann das Schiff auch für eigene Touren ausgeliehen werden, ja auch eine echte Beteiligung an Skrutten ist sicher möglich. Schön wäre es, wenn Ihr auch Lust hättet, den Austausch unter den db1-Seglern zu fördern.

Auf denn – wann fährst Du mit?

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