11. Juli 2006

Schweden in Sicht ! (Sommertour Skrutten 2006)

Endlich ist die schwedische Westkueste erreicht! Gestern haben wir den
Sund ueberquert und hinter Kullen geankert.

Wir hatten schon zwei aufregende und eindrucksvolle Tage bis hierher
nach Halmstad. Auch haben wir Kattegat-Wellen nochmal von ganz anderen
Seiten kennengelernt: Zu unserem Ankerplatz hinter Kullen kamen sie die
ganze Nacht um die Ecke gerollt und haben uns den Schlaf geraubt.
Immerhin hielt der Anker in 6 m Tiefe gut.

Die Felsen sind toll! Endlich einmal eine Abwechslung in den
Kuestenlinien. Spannend ist dabei natuerlich auch die Navigation - auf
Felsen sollte man tunlichst nicht auflaufen! Bislang haben unsere
groben Karten einigermassen ausgereicht, aber wir versuchen, hier in
Halmstad diese sagenumwobenen Luftaufnahmen zu bekommen, auf denen auch
die Unterwasserklippen gut zu erkennen sind.

Bin gespannt, wie weit wir noch kommen!

8. Juli 2006

Erster Abschnitt: Sommertour Skrutten 2006

Die Pause im Sonderburger Hafen hat mir gut getan (endlich raus aus
der
Sonne!). Durch den
Alsensund und weiter bis Dyvik juckten uns ständig die Finger, den
Spinnaker rauszuholen. Aber
der richtige Kurs dazu war erst am folgenden Tag.

Baden und Abendbrot und Fußball aus dem Radio und Rotwein – ein
herrlicher
Ankerabend vor
Dyvik! Auch das „Frühbad" am nächsten Morgen war Klasse!

Die ersten Tage vergingen wie im Fluge, die Sonne brannte immerzu,
der Wind
kam immer
irgendwie aus Ost. Ich hatte gleich „geteilte Touren" angeregt, d.h.
morgens und abends Segeln
und mittags eine schöne lange Pause zum Dahindösen im Schatten oder
so. Bei mir eher „oder so": Schriftzug angebracht, Essen gekocht,
Logbuch, Strom, usw. Aber ein Mittagsschläfchen und Baden waren
natürlich schon drin. Also – herrlich wars So mittag auf
Bagö!

Holger besteht aber zunehmend auf seinen Nachtschlaf und außerdem
hatten
wir in Fredericia bis
halb eins die miese Internetverbindung versucht zu nutzen. So kamen
wir Mo
erst um 10 los.
Unser „Pensum" haben wir dennoch geschafft: So sind wir in dem
wunderschönen Naturlagune
Korshavn an der Nordostspitze Fünens gelandet.

Am Dienstag gings über den Großen Belt. Der Strom setzte uns beinahe
auf
eine Untiefe mitten
zwischen Fünen und Seeland. Zum Glück haben wir das mit dem Motor
noch
meistern können.
Der half uns auch über die große Flaute am Nachmittag. Auf Sejerö
gabs nach
einem
erfrischenden Bad und einem hektischen Segelwechsel das
Halbfinalspiel auf
Großleinwand.

Mittwoch war der Wind wieder kräftig und erfrischend. So erreichten
wir
kreuzend Hundested
am Ausgang des Isefjords. Hier ist erstmal Pause bis Mo, wenn die
Zwillinge
mit Freundin
anreisen und es weiter gen Schweden geht. Einen großen Teil der
Strecke
dahin haben wir schon
geschafft: Nur noch 30 Seemeilen trennen uns von der Schwedischen
Westküste.

Am 22.7. wechseln wir in Kopenhagen die komplette Besatzung.
Wolfgangs Urlaub ist dann
zuende und Peter übernimmt das Schiff samt einer recht vollzähligen
Crew. Zwei Wochen
später ist er dann wieder im Heimathafen Flensburg.

Für September ist dann nochmal eine zweiwöchige Tour geplant.
Mitsegler sind willkommen!
Noch hat sich kein fester Stamm auf dem Schiff gebildet, deshalb
nehmen wir gern immer
mal wieder interessierte Segler mit.

Erste Bilder sind im Bereich „Fotos" zu sehen.

Viel Spaß beim Stöbern!